Übersetzung des RWE-Absetzers

22.04.2018 Mahnwache anlässlich der Übersetzung eines RWE-Absetzers über die A44n

Wie angekündigt, war Kreativ gegen Kohle vor Ort, um auf die Folgen der Braunkohleverstromung aufmerksam zu machen.

Die Technik im Tagebau ist gigantisch und zweifelsohne beeindruckend. Vergessen sollte man jedoch nicht: Die Folgen des Tagebaus und der anschließenden Braunkohleverstromung sind für Menschen und Umwelt gravierend. Dorfbewohner werden aus ihrer Heimat vertrieben, Kulturgüter unwiderruflich vernichtet. Die Umweltschäden sind unabsehbar, nicht zuletzt im Hinblick auf die vorgenommenen Grundwasserabsenkungen.

Unseren Pavillon bauten wir auf dem Aussichtspunkt Hochneukirch, direkt an der Zufahrtsstraße zur A44n auf. Zwei große schwarze Luftballons mit den Aufschriften „Coal kills” und „IrRWEg” machten unseren Protest weithin sichtbar. Banner und weitere Plakate unterstrichen unseren Wunsch auf eine zeitnahe braunkohlefreie Stromversorgung. Das an unserem Stand ausliegende Infomaterial fand reges Interesse. Ein als „Tod” verkleideter Aktivist zog sämtliche Blicke auf sich, sobald er sich auf dem Aussichtspunkt in Bewegung setzte.

Im Laufe des Tages gab es viele, teils sehr kontrovers, aber immer fair geführte Diskussionen. Wir stellten fest, dass es RWE-Mitarbeiter gibt, mit denen man auf vernünftige Art und Weise diskutieren kann. Ebenso stellten RWE-Mitarbeiter fest, dass mit Aktivisten konstruktive Gespräche möglich sind. An dieser Stelle mag einmal angemerkt sein, wie negativ das Wort „Aktivist” oftmals besetzt ist. In vielen Köpfen hat sich hier das Bild eines steinewerfenden Anarchisten manifestiert. Unsere Mahnwache bot eine gute Gelegenheit, dieses Image gerade zu rücken. Unsere Form des Protestes wurde letztendlich überwiegend auch von denen akzeptiert, die ihren Lebensunterhalt mit der Arbeit im Tagebau bestreiten.

Wir möchten uns gerne bei einigen lieben Menschen bedanken, die uns auf verschiedenste Art und Weise bei unserer Mahnwache unterstützt haben:

Norbert Boxberg (Piratenpartei Kreis Heinsberg)
Rene Steiner (Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Erkelenz)
Torben Schultz (Die Linke, Mönchengladbach)
Antje Grothus (Buirer für Buir)
Ger M. (Darsteller „Gevatter Tod”)

Nicht zuletzt auch ein herzliches Dankeschön an Herrn Polizeihauptkommissar R. D., PW Jüchen, der uns stets freundlich und zurückhaltend durch den Tag begleitet hat.