Immerather Mühle Mahnwache

 

 

 

Liebe Homepage Besucherinnen und Besucher,

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitstreiter/innen,
liebe Unterstützer/innen,
liebe Menschen von den Medien,

 

wie einige von euch wissen, war eines der Ziele unserer Initiative, auf die vom Tagebau bedrohte Immerather Windmühle aufmerksam zu machen und sie für die Nachwelt zu erhalten.

RWE, gemeinsam mit der Stadt Erkelenz als Erfüllungsgehilfen, machte heute diese Pläne zunichte. Die Immerather Mühle ist für immer zerstört. Eine Kulturschändung ersten Ranges, die seinesgleichen sucht.

Das was wir heute erleben mussten, tut einfach nur weh. Der Abriss wurde von RWE nicht einmal angekündigt. Fast niemand aus der Bevölkerung hatte so die Gelegenheit, Abschied nehmen zu können. Grund für die Nichtankündigung waren (wieder einmal) Sicherheitsbedenken.

Nichtsdestotrotz und Dank aufmerksamer Anwohner und der sozialen Medien, fanden sich doch einige Menschen ein, die diesen Kulturfrevel dokumentierten. Auch die Medien wurden informiert und waren präsent. Der Plan von RWE, die Mühle heimlich, still und leise abzureißen, ist somit zumindest nicht in Gänze aufgegangen.

Wir möchten unsere heute angemeldete Mahnwache morgen ab 14:00 Uhr fortsetzen und gemeinsam mit euch der Windmühle gedenken. Im 17. Jahrhundert gebaut – damals ein Segen für die Region. Ein Wahrzeichen der Region und des Braunkohlewiderstandes im Rheinischen Revier ist für immer verloren.

Wir haben einige schöne, große Foto-Abzüge der altehrwürdigen Mühle, die wir euch präsentieren werden. Auf die Schnelle und unter den Eindrücken des heutigen Tages ist leider nicht viel mehr möglich. Deswegen auf diesem Wege unsere Bitte an euch: Erklärt euch solidarisch, erweist dem Denkmal eine letzte Ehre und seid morgen einmal gemeinsam mit uns bunt und kreativ – vor den restlichen Trümmern der Windmühle.

Eine Beschreibung des Weges zur Mahnwache füge ich dieser Mail hinzu. Parkplätze gibt es (begrenzt) bei “Autoteile Petroschat”, oder aber am nahegelegenen Parkplatz, bzw. im Ort Immerath. Von dort aus müsst ihr euch zu Fuß auf den Weg machen. Die Feldwege sind nicht für Autos befahrbar. Bitte beachtet, dass die auf der Karte zu sehende A61 ebenfalls nicht mehr befahren werden kann. Auch sie wird derzeit für den Tagebau zerstört. Was für ein Wahnsinn…

Traurige Grüße